Landesmuseum Burgenland

Museum

Landesmuseum Burgenland

Buchstäblich das ganze Land im Überblick

Die Dauerausstellung „LebensBilder, LebensRäume, LebensSpuren“ zeigt zahlreiche Schätze burgenländischer Geschichte, Kultur und Identität. Im Untergeschoß ist die zweitgrößte archäologische Sammlung Österreichs zu besichtigen. Drei Religionsgemeinschaften und typisches Brauchtum sind Schwerpunktthemen im Erdgeschoß. „Kommen, Gehen, Bleiben“ und der Fall des „Eisernen Vorhangs“ schildern die wechselvolle Geschichte des jüngsten österreichischen Bundeslandes. Mit dem Streifzug durch die burgenländisch-pannonische Musikgeschichte, der Begegnung mit dem Museumsgründer Sándor Wolf sowie Einblicken in die reichhaltige Fauna und Flora vervollständigt sich der Museumsrundgang.

Dauerausstellung

Die Dauerausstellung zeigt zahlreiche „Schätze“ burgenländischer Geschichte, Kultur und Identität. Der inhaltliche Bogen umfasst die Naturkunde des Burgenlandes (Geologie, Biologie) ebenso wie das Wirken des Menschen (Archäologie, Kunst, Geschichte, Volkskunde, Wirtschaftsgeschichte, Zeitgeschichte) und bietet einen informativen Gesamtüberblick über die Entwicklung des Burgenlandes und des umgebenden pannonischen Raumes von den Anfängen bis ins Heute.

Auf drei Geschoßebenen wird mit den drei Themenbereichen
Lebens-Bilder, LebensRäume, LebensSpuren versucht, den BesucherInnen ein Bild vom Land und seinen Besonderheiten zu vermitteln.

Jährliche Sonderausstellungen ergänzen die Dauerausstellung und werden von einem Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm sowie einem erlebnisorientierten Kinder-Kulturprogramm begleitet.

Sonderausstellungen 2018/2019

Schicksalsjahr 1938: NS-Herrschaft im Burgenland
27. April 2018 - 3. November 2019
Landesmuseum Burgenland & Österreichisches Jüdisches Museum

Am 11. März 1938 – und damit früher als in allen anderen Bundesländern – begann im Burgenland eines der dunkelsten Kapitel seiner Geschichte: die Zeit der NS-Diktatur. 80 Jahre danach setzen sich das Landesmuseum Burgenland und das Österreichische Jüdische Museum in einer gemeinsamen Ausstellung mit den burgenländischen Aspekten dieses schicksalshaften Jahres auseinander. In vielerlei Hinsicht nahm das Burgenland 1938 eine Sonderstellung ein. Mit 99,71 % war die Zustimmung für den Anschluss außerordentlich hoch. Juden und Jüdinnen wurden hier schnell vertrieben und ihr Vermögen besonders rasch eingezogen. Damit stand das Burgenland Modell für die später einsetzenden Vertreibungen aus der restlichen „Ostmark“. Mit der Auflösung im Herbst 1938 verschwand es schließlich gänzlich von der politischen Landkarte. Der Illusion von einem besseren Leben als Bestandteil des Deutschen Reiches folgte bald die ernüchternde Realität: Juden, Roma und politisch Andersdenkende waren nicht länger Teil der „Volksgemeinschaft“. Sie wurden systematisch entrechtet, beraubt, vertrieben und schließlich ermordet. Nur eineinhalb Jahre nach dem Anschluss marschierten Burgenländer in Hitlers Armeen.


Im Landesmuseum Burgenland
geöffnet bis 21. Dezember 2018 und vom 8. Jänner bis 3. November 2019

In diesem Ausstellungsteil werden die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen aus der Endphase des österreichischen Ständestaates, der Terror der illegalen NSDAP sowie die zum Anschluss des Burgenlandes an das Dritte Reich führenden politischen Ereignisse erläutert.

Einzigartige Filmdokumente, originale Plakate und zahlreiche private Erinnerungsstücke erzählen Geschichten aus dieser Zeit.

Im Österreichischen Jüdischen Museum
geöffnet bis 4. November 2018 und vom 2. Mai bis 26. Oktober 2019

Das Österreichische Jüdische Museum widmet sich im Rahmen der gemeinsamen Sonderausstellung der Geschichte der „Sieben Gemeinden“ – der „Schewa Kehilot“ –, die einst zu den bedeutendsten jüdischen Gemeinden Europas zählten. Originale Dokumente des Jüdischen Zentralarchivs, die noch nie öffentlich gezeigt wurden, sind Spiegel des regen kulturellen jüdischen Lebens, erzählen aber auch die Geschichte des Untergangs im Jahr 1938.

Highlights
Neben einem Oral-History-Projekt mit Berichten über das „Schicksalsjahr 1938“ aus Sicht der Verfolgten ermöglicht eine digitale Rekonstruktion den virtuellen Rundgang durch längst zerstörte burgenländische Synagogen.

K | Mag. Dieter Szorger, Dr. Pia Bayer, Mag. Gert Polster

Themenführung
für BesucherInnengruppen gegen Voranmeldung
Führungszuschlag: € 29,- pro geführter Gruppe

EIN KOMBI-TICKET LÄDT ZUM BESUCH BEIDER ORTE EIN

Landesmuseum Burgenland
Museumgasse 1 – 5 | 7000 Eisenstadt
t +43 2682 719 4000
 
Österreichisches Jüdisches Museum
Unterbergstraße 6 | 7000 Eisenstadt
t +43 2682 65145

 

Sonderausstellung 2019

Alles aus Liebe
Zeugnisse inniger Verbundenheit
14. Februar - 3. November 2019 Landesmuseum Burgenland

Lange bevor Emojis als Bildschriftzeichen in SMS und Chats zum Einsatz kamen, waren einst solche Zeichen der Liebe mit großer Kunstfertigkeit ausgeführt und von großer Bedeutung. Das Offenbaren von Gefühlen, die Symbole der Verehrung und tiefen Liebe und die Zuneigung von Mensch zu Mensch in allen Lebensphasen werden in dieser Sonderausstellung thematisiert und mit beeindruckenden kulturgeschichtlichen und volkskundlichen Anschauungsobjekten dargestellt.

Um ihre Zeichenhaftigkeit zu verstärken, waren diese Liebesgaben oft reich verziert und trugen Liebessymbole wie Herzen, verschlungene Initialen oder auch Jahreszahlen. Von „verliebt, verlobt, verheiratet“ über die Erotik und das Zusammenbleiben beschreitet der Gast einen besonderen Weg der Liebe aus den vergangenen Jahrhunderten bis heute. Detailgetreu verzierte Liebesbriefe, Postkarten, lieblich bestickte Polster oder Wandbehänge, so wie Hochzeitsgaben, Eheringe und eine Venus aus der archäologischen Sammlung des Landes Burgenland werden in dieser Sonderausstellung gezeigt.

Lange bevor Emojis als Bildschriftzeichen in SMS und Chats zum Einsatz kamen, waren einst solche Zeichen der Liebe mit großer Kunstfertigkeit ausgeführt und von großer Bedeutung. Das Offenbaren von Gefühlen, die Symbole der Verehrung und tiefen Liebe und die Zuneigung von Mensch zu Mensch in allen Lebensphasen werden in dieser Sonderausstellung thematisiert und mit beeindruckenden kulturgeschichtlichen und volkskundlichen Anschauungsobjekten dargestellt.

Um ihre Zeichenhaftigkeit zu verstärken, waren diese Liebesgaben oft reich verziert und trugen Liebessymbole wie Herzen, verschlungene Initialen oder auch Jahreszahlen. Von „verliebt, verlobt, verheiratet“ über die Erotik und das Zusammenbleiben beschreitet der Gast einen besonderen Weg der Liebe aus den vergangenen Jahrhunderten bis heute. Detailgetreu verzierte Liebesbriefe, Postkarten, lieblich bestickte Polster oder Wandbehänge, so wie Hochzeitsgaben, Eheringe und eine Venus aus der archäologischen Sammlung des Landes Burgenland werden in dieser Sonderausstellung gezeigt.

Öffnungszeiten 2018

09. Jänner - 31. Mai 2018
Di - Sa 09:00 - 17:00 Uhr
So & Feiertag 10:00 - 17:00 Uhr

01. Juni - 11. November 2018
Mo - Sa 09:00 - 17:00 Uhr
So & Feiertag 10:00 - 17:00 Uhr

12. November - 21. Dezember 2018
Mo - Fr 09:00 - 17:00 Uhr
Sa, So & Feiertag geschlossen

Das Landesmuseum Burgenland ist vom 22. Dezember 2018 bis zum 7. Jänner 2019 geschlossen.

 

Öffnungszeiten 2019

08. Jänner - 31. Mai 2019
Di - Fr 09:00 - 17:00 Uhr
Sa, So & Feiertag 10:00 - 17:00 Uhr

01. Juni - 03. November 2019
Mo - Fr 09:00 - 17:00 Uhr
Sa, So & Feiertag 10:00 - 17:00 Uhr

Information & Kontakt

Landesmuseum Burgenland
Museumgasse 1-5, A-7000 Eisenstadt 
T +43(0)2682/719-4000  
F +43(0)2682/719-4051 
office(at)landesmuseum-burgenland.at 
www.landesmuseum-burgenland.at