Die Marterlwege in Großhöflein

Rund um den Ortskern von Großhöflein finden sich 33 religiöse Bildstöcke, auf Österreichisch Marterl, die seit Jahrhunderten Zeugen tiefer Volksfrömmigkeit sind. Auf zwei Rundwegen durch Großhöflein lassen sich nicht nur die Marterln, sondern auch die für die Region typische Landschaft und unberührte Natur ganz entspannt entdecken.

Der Marterlweg in Großhöflein gliedert sich in zwei Routen, Ausgangs- und Endpunkt ist jeweils die Pfarrkirche in der Ortsmitte. Die nördliche Route verläuft vorwiegend auf Waldwegen durch das Leithagebirge, die südliche Route führt den Wanderer zum größten Teil entlang weitläufiger Weingärten und Äcker.

Die nördliche Route geht vom Ortskern stetig bergauf, hinein in die Wälder des Leithagebirges. Sobald man die Häuser des Ortes hinter sich gelassen hat, trifft man auf dem Waldweg auf einen besonders gestalteten Kreuzweg. Die 14 Stationen des Leidenswegs Christi sind auf in Stein eingelassenen Kupferplatten dargestellt. Der gesamte Weg ist rund 10,5 km lang, es sind 21 Marterl zu sehen und die Gehzeit beträgt ca. 1 Stunde und 40 Minuten.

Entlang der südlichen Route findet man 12 Bildstöcke, für diesen Weg mit einer Gesamtlänge von 11,7 km benötigt man zu Fuß ca. 3 Stunden und 15 Minuten.

Die religiösen Kleindenkmäler rund um Großhöflein wurden meist von Privatpersonen errichtet, aus Dankbarkeit für überstandene schwierige Lebenssituationen oder auch als Bitte um weiteren Beistand. Die ältesten Bildstöcke stammen aus dem 17. Jahrhundert, die jüngsten wurden erst Anfang dieses Jahrhunderts aufgestellt.

Broschüre Marterl-Rundwanderweg Großhöflein zum Download